Die wichtigsten Fragen zu Vogelnistkästen

Nützlich für Einsteiger oder als Nachschlagewerk für Profis: hier beantworten wir die häufigsten Fragen zum Thema Bruthilfen für Wildvögel.

1. Wann soll man einen Nistkasten aufhängen?

Den perfekten Moment gibt es nicht. Soll heißen: jederzeit! Der Platz für den Nistkasten sollte wohl überlegt gewählt werden, denn man muss schon mindestens zwei Brutsaisons warten bis ein Brutpaar einziehen wird. Danach kann man sich Gedanken über einen besser geeigneten Ort machen.

Die beste Jahreszeit ist der Spätherbst. Viele Wildvögel suchen hier bereits nach neuen Möglichkeiten für den nächsten Frühling, bevor sie gen Süden ziehen und den Winter dort verbringen. Standvögel und andere Tiere hingegen sind dankbar über die Nistkästen im Winter und nutzen sie gerne als Schlaf- oder Schutzorte.

Wer die Chance auf den Einzug eines Brutpaares erhöhen will, hängt seinen Nistkasten spätestens bis Mitte Januar auf.

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2. Warum sollte ich einen Nistkasten aufhängen?

Ein Nistkasten im Garten ist nicht nur schön anzusehen und bereitet Freude wenn ein Brutpaar eingezogen ist, sondern bietet Vögeln Unterschlupf und gute Bedingungen für den Nestbau und die Fortpflanzung.

Immer mehr Wildtiere haben in der freien Natur Probleme einen geeigneten Platz zu finden um sich fortzupflanzen und um sich um ihren Nachwuchs zu kümmern und somit den Fortbestand ihrer Art zu sichern. Die ursprünglichen Lebensräume der Vögel waren einst dicht bewachsene Wälder. In sogenanntem morschen Totholz konnten sich die kleinen Singvögel früher ein gut geschütztes Nest bauen. Heute gibt es jedoch nur noch selten abgestorbene Bäume in Wald, Wiese, Flur oder auch privaten Gärten und damit auch nicht genügend Nistmöglichkeiten für Wildvögel.

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3. Wo bekomme ich eine Bauanleitung für einen Nistkasten mit Marderschutz?

Eine Bauanleitung für einen Nistkasten mit Marderschutz gibt es hier.

4. Welcher Nistkasten für welchen Vogel?

Grundsätzlich gibt es nicht den perfekten Nistkasten: Je nach Einflugloch entscheidet sich, welcher Vogel den Nistkasten beziehen könnte. Man kann es also ein Stück weit durch die Wahl des Nistkastens beeinflussen, welchen Brutpaaren man ein Zuhause bietet. Für kleine Meisen, sollte eine entsprechend kleine Lochgröße (Ø26-28 mm) gewählt werden. Nischenbrüter haben im Gegensatz zu Höhlenbrütern ganz andere Anforderungen und bevorzugen Schlitze als Einflugloch oder halboffene Nistkästen.

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5. Welche Eigenschaften sollte ein artgerechter Nistkasten besitzen?

Neben der entsprechend gewählten Größe des Einfluglochs, ist bei einem Nistkasten folgendes von Bedeutung:

  • Grundfläche (mind. 12x12cm für übliche Singvögel. Stare benötigen mehr) - Wir bauen Grundflächen immer größer als die Empfehlung, nämlich 13x14cm für die Standard-Modelle und 15x15cm für Stare.
  • Wandstärke (mind. 20mm) - Wir verwenden 24mm dicke Bretter.
  • Material (Fichte oder Kiefer eignen sich hervorragend, beständiger sind Douglasie oder Lärche) - Wir verwenden heimisches Fichten- und Lärchenholz aus lokalen Sägewerken. Das Holz ist sägerau und nicht glatt gehobelt, was den zarten Krallen der Vögel ausreichend Halt gewährleistet.
  • Oberfläche/ Behandlung (keine Lacke, sowie Kunststoffe oder Klebstoffe) - Wir imprägnieren unsere Vogelhäusle mit naturbelassenem Leinöl, ungefährlich für Vogel und Mensch.
  • Dach (sollte ausreichend weit überragen) - Wir bauen extra lange Dächer mit 15° Neigung um Regen und direkte Sonne gut abzuhalten und dies gibt zusätzlichen Schutz gegen vierbeinige Nesträuber, die "von oben" Zugang zum Eingang erlangen könnten.
  • Befestigung (sicher und stabil) - Am besten bringt man den Nistkasten frei hängend an, aber stabil. Wir verwenden robusten Draht und schützen Baumäste durch ein Stück ausgedienten Gartenschlauch als Schutz vor Einschneiden. Man kann den Nistkästen auch mittels einer Leiste an einem Baumstamm anbringen, forstgerechte Alunägel schaden dem Baum nicht und bieten zugleich Sicherheit, falls der Baum zu einem späteren Zeitpunkt gefällt und zersägt wird.
  • Schutz vor Nesträubern (Specht, Marder, Hauskatze) - Unser "Marderschutz" bietet zum einen mehr Sicherheit gegen Eingriffe, weil wir den Winkel durch Verlängerung des Einfluglochs verändern, außerdem bietet hier "doppelte" Wandstärke länger Widerstand gegen hämmernde Buntspechte. Des weiteren bringen wir das Einflugloch genügend hoch an, wo möglich. Hundertprozentigen Schutz gibt es wohl kaum, und manchmal nimmt die Natur auch ihren Lauf. Eine Metallplatte als Verstärkung rund um das Einflugloch hält selbst den härtesten Hämmerarbeiten der Spechte stand.

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6. Wie kann man einen Nistkasten sicher vor Spechten machen?

Hundertprozentigen Schutz gibt es wohl kaum, und manchmal nimmt die Natur auch ihren Lauf. Eine Metallplatte als Verstärkung rund um das Einflugloch hält selbst den härtesten Hämmerarbeiten der Spechte stand.

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7. Wo und wie befestige ich den Nistkasten?

Der dicke Ast eines Baumes eignet sich zum Anbringen von Bruthöhlen hervorragend. Wenn man dabei noch eine leichte Neigung (5°) nach vorn vorsieht, schafft man optimale Bedingungen. So kann selbst bei starken Regen und Wind kein Wasser eindringen. Die Ausrichtung des Einflugochs sollte Ost oder Südost sein und einen freien Anflug ermöglichen. Natürliche Feinde sollten nicht sehr leicht die Möglichkeit haben, das Brutpaar zu stören oder gefährden.

Der Nistkasten kann gerne frei hängen, sollte aber nicht allzu leicht ins Schaukeln kommen können. Leichte Bewegungen - die natürlichen Bewegungen eines Bauems im Winde - machen den Tieren nichts aus.

Nischenbrüter hingegen können mitunter wählerisch sein. Hier eignet sich die Nähe zum Mauerwerk am besten. Idealerweise baut man die Nisthilfe für Nischenbrüter "ins Mauerwerk mit ein" oder lässt sie an einer bewachsenen Hauswand "verschwinden".

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Wichtige Hinweise nach Erwerb eines Vogelhäusles

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8. Wann soll man den Nistkästen reinigen?

Die Bruthilfe sollte das ganze Jahr über in Ruhe gelassen werden. Das Öffnen empfiehlt sich erst im Spätherbst, um einen Kontrollblick hineinzuwerfen und gegebenenfalls das "alte" Nest zu entfernen. Sollten man Milben vorfinden, den Nistkasten einfach mit ordentlich heißem Wasser reinigen. Dabei bitte Handschuhe und Mundschutz tragen.

Man kann auch eine Sichtprüfung der Schraubverbindungen durchführen und gelöste Schrauben vorsichtig nachziehen.

Wir empfehlen, das Vogelhäusle jedes Jahr im Rahmen der Reinigung von Außen frisch mit Leinöl einzustreichen.

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9. Was kann ich tun um die Chance auf einen Einzug zu erhöhen?

Schaffe ein möglichst natürliches Umfeld:

  • Pflanze heimische Bäume, Sträucher und Blumen an.
  • Lass gemähtes Gras - vor allem zur Zeit des Nestbaus - auch gerne eine Weile liegen. Mähe nicht die gesamte Fläche, sondern lass Inseln mit Kräutern und Blumen stehen.
  • Sorge für künstliche Futterquellen. Ganzjahresfütterung ist erwünscht und längst nicht mehr brauchen Vögel nur im Winter unsere Unterstützung bei der Nahrungssuche! "Im Winter Fett und im Sommer Proteinreich", ist eine Faustegel.
  • Vogeltränken und -bäder sind ein tolles Schauspiel und eine prima Möglichkeit die Tiere aus der Nähe zu beobachten. Bitte täglich reinigen!
  • Ein Insektenhotel bietet nicht nur weiteren bedrohten Wildtieren Schutz, sondern liefert auch gleich noch eine natürliche Futterquelle.

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10. Welchen Abstand zwischen Nistkästen einhalten?

Wer mehrere Nistkästen aufhängt erfreut sich auch mehrerer Besucher in seinem Garten. Wenn man Bruthilfen gleichen Typs - also für dieselbe Vogelart - aufhängt, sollte man einen ausreichenden Abstand von ca. 10 Metern vorsehen. Bei unterschiedlichen Typen reichen schon 3 Meter - einfach dass sich niemand in die Quere kommt. Koloniebrüter, wie zum Beispiel Spatzen oder Stare, suchen sogar die Nähe zu Artgenossen. Diese Bruthilfen können in direkter Nähe angebracht werden. Es gibt deshalb sogar sogenannte Spatzenhotels.

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11. Kann ich einen Nistkasten selber bauen?

Ja! Wer handwerklich begabt ist, kann sich seinen Nistkasten selber bauen. Eine gute Bauanleitung findest du hier.

Achte darauf, witterungsbeständiges Material zu verwenden, z. B. Bretter aus Buchen-, Kiefern- oder Fichtenholz. Beim Nistkasten-Bau besser auf Schrauben statt auf Nägel setzen.

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Artgerechte Bruthilfen für Wildvögel

12. Wer stellt artgerechte & naturgetreue Nistkästen für Vögel her?

Beim freiwilligen Gemeinschaftsprojekt Mein-Vogelhäusle.de

Unsere Nistkästen bauen wir nach den Empfehlungen der führenden Naturschutzverbände. Außerdem haben wir ausführliche Recherchen betrieben. Beim Wahl der Materialien achten wir auf Umweltverträglichkeit und Regionalität. Wir verwenden kein schadhaftes Plastik oder Klebstoffe.

Wir verlangen nur einen Unkostenbeitrag um unseren Materialeinsatz zu decken. Wir liegen unter jedem Preis, der in Zoo- und Gartenmärkten verlangt wird.

13. Wo Nistkästen aufhängen?

Der dicke Ast eines Baumes eignet sich zum Anbringen von Bruthöhlen hervorragend. Wenn man dabei noch eine leichte Neigung (5°) nach vorn vorsieht, schafft man optimale Bedingungen. So kann selbst bei starken Regen und Wind kein Wasser eindringen. Die Ausrichtung des Einflugochs sollte Ost oder Südost sein und einen freien Anflug ermöglichen. Natürliche Feinde sollten nicht sehr leicht die Möglichkeit haben, das Brutpaar zu stören oder gefährden.

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14. Wie Nistkasten am Baum befestigen?

3 Möglichkeiten einen Nistkasten am Baum zu befestigen:

  • Frei hängend an einem dicken Ast mit einem stabilen Draht.
  • Am Baum Stamm (bei alten Bäumen) mit einer Leiste und forstgerechte Alunägeln.
  • Mit einem Bauchbinde (ummantelter Draht), die um den Baumstamm gebunden wird.

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15. Welche Vögel sind Höhlenbrüter?

Die bekanntesten Höhlenbrüter - Das richtige Einflugloch wählen!

  • Vogelart/ Optimales Einflugloch
  • Blaumeise 26 - 28 mm ø
  • Kohlmeise 32 mm ø
  • Feldsperling 32 mm ø
  • Haussperling 32 - 34 mm ø
  • Trauerschnäpper 32 - 34 mm ø
  • Kleiber 32 - 45 mm ø
  • Star 45 mm ø
  • Gartenrotschwanz, oval: 48 mm hoch,
  • 32 mm breit

16. Welche Vögel nisten in Nistkästen?

Für kleine Meisen, sollte eine entsprechend kleine Lochgröße (Ø26-28 mm) gewählt werden. Nischenbrüter haben im Gegensatz zu Höhlenbrütern ganz andere Anforderungen und bevorzugen Schlitze als Einflugloch oder halboffene Nistkästen.

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17. Welche Vögel sind Nischenbrüter?

Einige Vogelarten haben besondere Ansprüche an ihren Brutplatz. Da natürliche Brutmöglichkeiten sehr selten geworden sind, kann diese Wählerischkeit zu einem Problem führen. Deshalb bieten wir auch spezielle Bauarten von Nistkästen, wie zum Beispiel sog. Brutnischen, an.

Am geläufigsten sind wohl die Halbhöhlen, welche von Bachstelze, Grauschnäpper und Hausrotschwanz genutzt werden.

Diese Nistkästen sollten, wenn möglich, an Fassaden von Häusern, Scheunen oder Gartenhäuschen angebracht werden.

Hängt man diese Bruthilfen für Nischenbrüter tief auf (1,5 m), werden sie auch von Zaunkönig und Rotkehlchen genutzt.

Da diese Modelle aber nur über einen geringen Schutz gegen Nesträuber bieten, ist es ratsam dafür einen besonders gut geschützten Standort auszuwählen.

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18. Wo nisten Stare?

Stare sind mit die bekanntesten und häufigsten Gäste unserer Nistkästen, der Name Starenkasten ist selbstredend. Die Besonderheit liegt hier darin, dass Stare im Gegensatz zu den meisten Gartenvögeln eine größere Grundfläche, nämlich 15x15 cm anstelle von 13x13 cm benötigen. Stare wollen mit ihren Nistkästen hoch hinaus, Höhen von 4-5 Metern sind üblich, sogar der geschützte Giebel eines Hauses auf bis zu 10 Metern wird zum Brüten angenommen. Gerne brüten Stare in Gesellschaft ihrer Artgenossen, sie sind Koloniebrüter.

Schon gewusst: Stare können bis zu 20 Jahre alt werden!

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Artgerechte Nistkästen - Nur Echt Mit Unserem Brandzeichen

Einbrennen des Logos