Nisthilfen für Höhlenbrüter

Viele einheimische Vogelarten wie Meisen, Gartenrotschwanz, Kleiber, Stare und Spatzen sind Höhlenbrüter.

In unseren intensiv beforsteten Wäldern gibt es kaum noch natürliche Höhlen, etwa in einem abgestorbenen Baum. Alte Bäume werden gefällt und auch Obstbäume in Hausgärten verschwinden zusehends.

Unsere Nistkästen können hier einen Ersatz bieten. Die künstlichen Bruthöhlen bauen wir nach den gängigen Empfehlungen der führenden Naturschutzverbände. Dabei gestalten wir sie möglichst naturgetreu und umweltverträglich. Wir setzen auch auf ausreichende Größe der Vogelhäuser.

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Die bekanntesten Höhlenbrüter - Das richtige Einflugloch wählen!

  • Vogelart/ Optimales Einflugloch
  • Blaumeise 26 - 28 mm ø
  • - und alle Kleinmeisen -
  • Kohlmeise 32 mm ø
  • Feldsperling 32 mm ø
  • Haussperling 32 - 34 mm ø
  • Trauerschnäpper 32 - 34 mm ø
  • Kleiber 32 - 45 mm ø
  • Star 45 mm ø
  • Gartenrotschwanz, oval: 48 mm hoch,
  • 32 mm breit
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ø 26-28mm | Kleine Meisen

Die kleinen Meisen, wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise und Weidenmeise haben es schwer sich gegen die größeren Kohlmeisen durchzusetzen wenn es um den Einzug in eine Bruthöhle geht. Auch Spatzen machen diese den Kleinmeisen häufig streitig.

Hier kann man sehr gut entgegensteuern indem man einfach eine Bruthöhle mit kleinerem Einflugloch ø26-28 mm vorsieht, wo Blaumeisen und Co. nisten wollen.

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ø 32-34mm | Kohlmeise, Spatz & Co.

Kohlmeisen und Spatzen sind die häufigsten Gäste in unseren Gärten. Mit etwas Glück gelingt es auch einen selteneren Distelfink oder einen Kleiber als Bewohner zu bekommen. In jedem Fall ist die Bruthöhle mit Einflugloch ø32-34 mm ein Allrounder, denn wird sie einmal nicht von großen Meisen oder Finken bewohnt, ziehen auch Kleinmeisen oder Trauerschnäpper ein.

Tipp: Wer gleich mehrere Nistkästen aufhängen möchte, sollte einen Abstand von 3 Metern zwischen unterschiedlichen Typen und einen Abstand von 10 Metern zwischen baugleichen Typen einhalten.

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Oval 48x32mm | Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz bevorzugt eine etwas längliche Öffnung. Hierfür eignet sich ein ovaler Eingang oder ein sog. Langloch gut. Dieses kann einfach oder sogar doppelt vorgesehen werden.

Die Maße sind mit 48x32 mm in einem Bereich, welche auch andere Vogelarten, wie Meisen, Spatzen oder ggf. Kleiber annehmen. Die Chance auf einen Einzug steigt also mit diesem Nistkasten-Modell.

Übrigens: Eine Garantie, dass ein Brutpaar einzieht, gibt es allerdings nicht. Man kann die Chancen mit der Wahl des Standortes für das Vogelhäusle jedoch erheblich beeinflussen. Lest hierzu am besten Unsere Tipps.

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ø 40mm | Kleiber

Kleiber sind eine der wenigen Vogelarten, die nur eine Brut im Jahr durchführen. Ein guter Grund, die entsprechenden Nistmöglichkeiten hierfür bereitzustellen. Mit einem Durchmesser von Ø40 mm beim Einflugloch der Bruthöhle, bietet man auch fast allen anderen Vogelarten die Möglichkeit, das Vogelhäusle zu nutzen - sollte kein Kleiber in der Gegend sein.

Schon gewusst: Der Name bezieht sich darauf, dass der Kleiber den Eingang von Bruthöhlen anderer Vögel, zum Beispiel die von Spechten, mit Lehm verklebt und verkleinert, um sie selbst zu nutzen.

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ø 45mm | Starenkasten

Stare sind mit die bekanntesten und häufigsten Gäste unserer Nistkästen, der Name Starenkasten ist selbstredend. Die Besonderheit liegt hier darin, dass Stare im Gegensatz zu den meisten Gartenvögeln eine größere Grundfläche, nämlich 15x15 cm anstelle von 13x13 cm benötigen. Stare wollen mit ihren Nistkästen hoch hinaus, Höhen von 4-5 Metern sind üblich, sogar der geschützte Giebel eines Hauses auf bis zu 10 Metern wird zum Brüten angenommen. Gerne brüten Stare in Gesellschaft ihrer Artgenossen, sie sind Koloniebrüter.

Schon gewusst: Stare können bis zu 20 Jahre alt werden!

Für Bastler & Mithelfer

Wer selbst aktiv werden will und auch eine Initiative starten will, kann von uns die Baupläne, Tipps und Zeichnungen bekommen. Viele weitere Infos gibt es auch auf der Website des NABU und im NABU Shop gibt es Anleitungen für kleines Geld.